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Durchblick für alte Solarzellen

Meine ersten Solar-Lichterketten sind inzwischen seit 2,5 Jahren bei Wind und Wetter auf dem Balkon und die Leuchtkraft lässt ab und an zu wünschen übrig. Ein Blick auf die Solarmodule zeigte mir, dass diese durch die Witterungseinflüsse inzwischen schon ziemlich blind geworden waren und dadurch natürlich weniger Licht für die Energieerzeugung bzw. das Laden der Akkus durchkommt. Da mir die Lichterketten an sich sehr gut gefallen und ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, habe ich im Netz recherchiert, wie man alte Solarzellen wieder zu mehr Durchblick verhelfen kann.

Ich wurde recht schnell fündig, und zwar mit einem Tipp, dessen Funktionalität ich zunächst skeptisch gegenüber stand. Die Idee war, das Solarmodul mit durchsichtigem Nagellack zu bestreichen. Dadurch sollte es angeblich wieder klar werden. Da ich nichts zu verlieren hatte und der Nagellack sowieso schon seit langer Zeit ungenutzt im Schrank stand, bin ich direkt zur Tat geschritten:

Hier seht ihr zunächst, wie blind die Module inzwischen waren.

…. ein bisschen Nagellack auf das Modul gepinselt und man sieht schon einen ziemlichen Unterschied zwischen dem Teil, der noch unbehandelt war und jenem, der bereits lackiert wurde.

Und hier ist das Endergebnis:

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Ich hätte nicht geglaubt, dass das so gut funktioniert! Die Module sehen wieder aus wie neu und lassen jetzt wieder genug Licht durch, um die Lichterketten zum Strahlen zu bringen. So einfach und so gut!!

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Buchvorstellung: Bio-Gärtnern am Fensterbrett

Vor einiger Zeit hat mich der Löwenzahn Verlag angeschrieben und gefragt, ob ich ein neues Buch über das Gärtnern auf meinem Blog vorstellen möchte. Da ich immer offen für neue Ideen und Anregungen bezüglich des Gärtnerns bin, habe ich zugestimmt und das Buch „Bio-Gärtnern am Fensterbrett“ kostenlos für meine Rezension zur Verfügung gestellt bekommen. Da auch ich kein Freund von „gefakten“ Bewertungen bin, war für mich von Anfang an klar, dass meine Rezension offen und ehrlich ausfallen wird. Auch wenn mir etwas nicht gefällt, werde ich darüber berichten. Also los:

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Die Autorin Birgit Lahner hat ihr Buch in 6 große Kapitel untergliedert:

  • Einleitung
  • Grundlagen
  • Kulturarten
    • Kräuter und Gewürzpflanzen
    • Gemüse
    • Keimlinge und Sprossen
    • Essbare Blüten
    • Obst
    • Pilze
  • Der Fenstergarten im Jahresverlauf
  • Kreative Projekte
  • Serviceteil

Die Gliederung finde ich sehr gelungen, denn so kann jeder bei dem Thema einsteigen, das ihn am meisten interessiert. Wer die Grundlagen schon kennt, kann z.B. dieses Kapitel überspringen und direkt zu den Beschreibungen der einzelnen Pflanzen weiterblättern.

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Für alle, die auf ihrem Fensterbrett oder dem Balkon ausschließlich Zierpflanzen kultivieren möchten, ist das Buch übrigens absolut ungeeignet. Es geht hier wirklich darum, wie man auch auf kleinstem Raum Nutzpflanzen anbaut. Und das zu beschreiben, gelingt der Autorin wirklich gut!

Mein erster Eindruck vom Buch: Zunächst einmal fand ich den Preis von 24,90 € recht hoch. Ich denke, wenn ich online über dieses Buch gestolpert wäre, hätte ich es mir auf jeden Fall in einem Geschäft vor Ort angesehen und durchgeblättert, um zu entscheiden, ob es diesen Preis wirklich wert ist. Als ich es in der Hand hielt, war ich mir aber recht schnell sicher, dass der Preis gerechtfertigt ist. Das Buch ist wirklich hochwertig verarbeitet und auch der Inhalt hat mich absolut überzeugt. Alles ist sehr gut beschrieben und die vielen, vielen Fotos machen richtig Lust auf’s Lesen und Stöbern im Buch.

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A propos lesen. Hier kommen wir zu einem Punkt, der mir am Buch nicht so gut gefällt. Einerseits sind die Überschriften teilweise komplett in Großbuchstaben gedruckt. Das lässt sich ziemlich schlecht lesen, finde ich jedenfalls. Andererseits stolpert man ab und an über Begriffe, die einem im Deutschen nicht oft begegnen, wie z.B. „Paradeiser“ für Tomaten. Das liegt daran, dass die Autorin aus Österreich stammt und natürlich ihren heimischen Wortschaft verwendet. Das ist zunächst nicht schlimm, kann aber zum Problem werden, wenn man im Inhaltsverzeichnis erfolglos nach „Tomaten“ sucht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass zumindest im Inhaltsverzeichnis beide Bezeichnungen aufgeführt sind.

Am besten gefällt mir der Teil mit den Pflanzenbeschreibungen. Es sind wirklich sooo viele verschiedene Pflanzen beschrieben, dass man am liebsten sofort ins Gartencenter fahren und alle auf einmal kaufen möchte. Durch die kleinen Grafiken am Anfang der jeweiligen Beschreibung sieht man, ob die jeweilige Pflanze für den Anbau am gewünschten Ort geeignet ist. Hier geht es um den Licht- und Wasserbedarf, sowie darum, ob die Kultur am Fensterbrett besonders zu empfehlen ist (erkennbar am grünen Daumen).

Mein Fazit: Das Buch ist wirklich eine Empfehlung wert! Wenn ich es nicht kostenlos bekommen hätte, stünde es auf jeden Fall auf meiner Wunschliste. Selbst wenn man schon einiges über’s Gärtnern weiß, oder statt auf dem Fensterbrett im richtigen Garten zugange ist, macht es einfach Lust auf die Gartenarbeit. Es ist sowohl zum Stöbern, als auch zum gezielten Nachschlagen verwendbar und das gefällt mir richtig gut. Für die Preisbewussten unter uns, zu denen ich ebenfalls gehöre, würde ich mir wünschen, dass es künftig vielleicht noch eine broschierte Version für einen etwas niedrigeren Preis gibt. Obgleich das Buch seinen Preis von 24,90 € absolut wert ist!

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Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an den Löwenzahn Verlag für das Zusenden des Rezensionsexemplars!!

Zu kaufen gibt es das Buch unter anderem bei Amazon: Bio-Gärtnern am Fensterbrett: Wie auf kleinstem Raum das ganze Jahr Gemüse, Kräuter, Salate und Obst wachsen

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Die Natur explodiert

Inzwischen ist es nicht nur auf meinem Balkon grün, sondern auch drum herum. Zum Beweis gibt`s gleich einmal die ersten aktuellen Fotos:

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Sind das nicht herrliche Aussichten?

Neben diesem tollen Grün gibt es jetzt auch schon an mehreren Pflanzen Blüten. Die Erdbeeren sind in den letzten Wochen wahrlich explodiert. Nicht nur was Blüten angeht, sondern auch was die Pflanzen an sich betrifft. Sie sind richtig in die Höhe geschossen.

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Auch die Topfheidelbeere hat wunderbar ausgetrieben.

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Vor einigen Wochen hatte ich außerdem ein paar frisch gekeimte Kohlrabi zu den Zierpflanzen in die Balkonkästen gesetzt und dann schon wieder fast vergessen. Inzwischen haben sie sich einen Weg nach oben gebahnt und sie scheinen sich sehr wohl zu fühlen an ihren Plätzen. Damit sie mehr Platz haben, habe ich die Stiefmütterchen aus den Kästen herausgenommen. Diese waren sowieso von Anfang an nur als Lückenfüller und erste Farbtupfer gedacht, und es war klar, dass ich sie früher oder später wieder entfernen würde. Was ich mit ihnen gemacht habe, zeige ich euch später. Hier erst einmal Fotos der jungen Kohlrabi:

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Regelrecht explodiert ist auch der Pflücksalat. Er quillt richtig aus dem Kasten heraus, was richtig toll aussieht, wie ich finde. Die erste Ernte lässt sicherlich nicht mehr lange auf sich warten. Im gleichen Kasten hatte ich auch Kopfsalat ausgesät, welcher ebenfalls sehr gut aufgegangen ist. Hier habe ich inzwischen ein paar Pflänzchen herausgenommen, da es einfach zu viele waren für den einen Kasten.

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Neben meinem selbst gesäten Salat habe ich vor einiger Zeit auch ein paar Jungpflanzen verschiedener Salate geschenkt bekommen. Ich habe nun zwei zusätzliche Kästen, in denen ausschließlich Salat wächst, auf der Fensterbank platziert. Zwei weitere Salatpflanzen habe ich zusammen mit Lavendel, Pfefferminze und Oregano in einen breiteren Kasten gesetzt, welcher inzwischen auch bereits richtig schön zugewachsen ist.

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Frisch ausgesät habe ich außerdem einen Kasten voll Radieschen und ein paar Gurken. Außerdem die „Schwarzäugige Susanne“, mit welcher ich gerne der weißen Mauer auf dem Balkon zu etwas Farbe verhelfen möchte. Zimtbasilikum und Borretsch habe ich ebenfalls neu ausgesät.

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Hier gibt es jetzt noch ein paar weitere Impressionen, wie es aktuell auf dem Balkon aussieht:

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Zum Schluss zeige ich euch noch, was aus den Stiefmütterchen geworden ist. Ich habe sie ganz frech in unseren Innenhof gesetzt, und den Weg zum (Fahrrad-)Keller etwas verschönert 😉

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Die kahlen Zeiten sind vorbei – frisches Grün für den Balkon

Nachdem es durch die neuen Möbel jetzt möglich ist, richtig gemütlich auf dem Balkon zu entspannen, war heute ein bisschen Balkonarbeit angesagt. Ich hatte ja schon vor einigen Wochen diverses ausgesät und inzwischen war es an der Zeit, umzutopfen. Außerdem war mir der Balkon bisher noch nicht grün genug, sodass ich die letzten Sonnenstrahlen vor dem Regen zum umtopfen und nach draußen setzen genutzt habe. Konkret habe ich folgendes ausgepflanzt:

  • Speisekürbis
  • Tomate Hellfrucht
  • Paprika Cayenna
  • Paprika Sumher
  • Paprika Fireflame
  • Topfpaprika
  • Paprika
  • Kapuzinerkresse

Immer wenn ich jemandem erzähle, dass ich dieses Jahr den Versuch starte, Kürbis auf dem Balkon anzubauen, kommt folgende Frage: „Hast du etwa einen Kompost auf dem Balkon?“ – Nein! Ich habe natürlich keinen Kompost auf dem Balkon 😉 Da der Kürbis aber gut mit Nährstoffen versorgt sein will, probiere ich es einfach mit ein bisschen Kaninchenmist. Ich habe ihn einfach unten in eine Zinkwanne gegeben, darauf dann normale Pflanzenerde und zwei Kürbisjungpflanzen eingesetzt. Mal sehen, wie es ihnen in den kommenden Wochen und Monaten darin ergeht.

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Die Kürbispflanzen (auf dem Foto fehlt noch die zweite) hatten schon einmal mehr Blätter, aber diese sind aus unbekannten Gründen vertrocknet. Eventuell haben sie an einem Tag zu starke Sonnenstrahlen abbekommen. Genau weiß ich es leider nicht. Ich habe sie dann abgeschnitten und die Pflänzchen sind ansonsten auch gut weitergewachsen. Außerdem habe ich noch einige der schon zahlreich erschienen Blütenansätze entfernt. Ganz einfach damit sich die Pflanze auf wenige Früchte konzentrieren kann.

Die Paprikapflanzen waren inzwischen auch schon ziemlich weit. Für sie war es Zeit, endlich auch aus den beengten Plastikbechern herauszukommen. Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck, wie sie aktuell aussehen. Außerdem könnt ihr sehen, wie viele Wurzeln sie schon gebildet haben. Nach einem teilweisen Blattlausbefall, den ich mit Spüli-Lösung bekämpft habe, haben sie sich also wieder gut erholt.

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Bei den Tomaten zeigte sich an den Blättern das gleiche Phänomen wie bei den Kürbissen: Manche Blätter sind einfach vertrocknet. Da sie am gleichen Süd-Fenster standen, wie die Kürbisse, vermute ich auch hier eine zu starke Sonneneinstrahlung als Auslöser. Aber sonst machen sie einen vitalen Eindruck.

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Auch die Kapuzinerkresse hat sich super entwickelt und ordentlich Wurzelmasse gebildet. Beispielhaft zeige ich euch hier eine von ihnen. Ich hatte ja mehrere gesät, welche auch alle gut aufgegangen sind, und nun umgetopft wurden.

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