1

Durchblick für alte Solarzellen

Meine ersten Solar-Lichterketten sind inzwischen seit 2,5 Jahren bei Wind und Wetter auf dem Balkon und die Leuchtkraft lässt ab und an zu wünschen übrig. Ein Blick auf die Solarmodule zeigte mir, dass diese durch die Witterungseinflüsse inzwischen schon ziemlich blind geworden waren und dadurch natürlich weniger Licht für die Energieerzeugung bzw. das Laden der Akkus durchkommt. Da mir die Lichterketten an sich sehr gut gefallen und ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, habe ich im Netz recherchiert, wie man alte Solarzellen wieder zu mehr Durchblick verhelfen kann.

Ich wurde recht schnell fündig, und zwar mit einem Tipp, dessen Funktionalität ich zunächst skeptisch gegenüber stand. Die Idee war, das Solarmodul mit durchsichtigem Nagellack zu bestreichen. Dadurch sollte es angeblich wieder klar werden. Da ich nichts zu verlieren hatte und der Nagellack sowieso schon seit langer Zeit ungenutzt im Schrank stand, bin ich direkt zur Tat geschritten:

Hier seht ihr zunächst, wie blind die Module inzwischen waren.

…. ein bisschen Nagellack auf das Modul gepinselt und man sieht schon einen ziemlichen Unterschied zwischen dem Teil, der noch unbehandelt war und jenem, der bereits lackiert wurde.

Und hier ist das Endergebnis:

20170508_200810_800x600

Ich hätte nicht geglaubt, dass das so gut funktioniert! Die Module sehen wieder aus wie neu und lassen jetzt wieder genug Licht durch, um die Lichterketten zum Strahlen zu bringen. So einfach und so gut!!

0

Buchvorstellung: Bio-Gärtnern am Fensterbrett

Vor einiger Zeit hat mich der Löwenzahn Verlag angeschrieben und gefragt, ob ich ein neues Buch über das Gärtnern auf meinem Blog vorstellen möchte. Da ich immer offen für neue Ideen und Anregungen bezüglich des Gärtnerns bin, habe ich zugestimmt und das Buch „Bio-Gärtnern am Fensterbrett“ kostenlos für meine Rezension zur Verfügung gestellt bekommen. Da auch ich kein Freund von „gefakten“ Bewertungen bin, war für mich von Anfang an klar, dass meine Rezension offen und ehrlich ausfallen wird. Auch wenn mir etwas nicht gefällt, werde ich darüber berichten. Also los:

20170514_094259_800x600

Die Autorin Birgit Lahner hat ihr Buch in 6 große Kapitel untergliedert:

  • Einleitung
  • Grundlagen
  • Kulturarten
    • Kräuter und Gewürzpflanzen
    • Gemüse
    • Keimlinge und Sprossen
    • Essbare Blüten
    • Obst
    • Pilze
  • Der Fenstergarten im Jahresverlauf
  • Kreative Projekte
  • Serviceteil

Die Gliederung finde ich sehr gelungen, denn so kann jeder bei dem Thema einsteigen, das ihn am meisten interessiert. Wer die Grundlagen schon kennt, kann z.B. dieses Kapitel überspringen und direkt zu den Beschreibungen der einzelnen Pflanzen weiterblättern.

20170514_103004_800x60020170514_103016_800x600

Für alle, die auf ihrem Fensterbrett oder dem Balkon ausschließlich Zierpflanzen kultivieren möchten, ist das Buch übrigens absolut ungeeignet. Es geht hier wirklich darum, wie man auch auf kleinstem Raum Nutzpflanzen anbaut. Und das zu beschreiben, gelingt der Autorin wirklich gut!

Mein erster Eindruck vom Buch: Zunächst einmal fand ich den Preis von 24,90 € recht hoch. Ich denke, wenn ich online über dieses Buch gestolpert wäre, hätte ich es mir auf jeden Fall in einem Geschäft vor Ort angesehen und durchgeblättert, um zu entscheiden, ob es diesen Preis wirklich wert ist. Als ich es in der Hand hielt, war ich mir aber recht schnell sicher, dass der Preis gerechtfertigt ist. Das Buch ist wirklich hochwertig verarbeitet und auch der Inhalt hat mich absolut überzeugt. Alles ist sehr gut beschrieben und die vielen, vielen Fotos machen richtig Lust auf’s Lesen und Stöbern im Buch.

20170514_102950_800x600

A propos lesen. Hier kommen wir zu einem Punkt, der mir am Buch nicht so gut gefällt. Einerseits sind die Überschriften teilweise komplett in Großbuchstaben gedruckt. Das lässt sich ziemlich schlecht lesen, finde ich jedenfalls. Andererseits stolpert man ab und an über Begriffe, die einem im Deutschen nicht oft begegnen, wie z.B. „Paradeiser“ für Tomaten. Das liegt daran, dass die Autorin aus Österreich stammt und natürlich ihren heimischen Wortschaft verwendet. Das ist zunächst nicht schlimm, kann aber zum Problem werden, wenn man im Inhaltsverzeichnis erfolglos nach „Tomaten“ sucht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass zumindest im Inhaltsverzeichnis beide Bezeichnungen aufgeführt sind.

Am besten gefällt mir der Teil mit den Pflanzenbeschreibungen. Es sind wirklich sooo viele verschiedene Pflanzen beschrieben, dass man am liebsten sofort ins Gartencenter fahren und alle auf einmal kaufen möchte. Durch die kleinen Grafiken am Anfang der jeweiligen Beschreibung sieht man, ob die jeweilige Pflanze für den Anbau am gewünschten Ort geeignet ist. Hier geht es um den Licht- und Wasserbedarf, sowie darum, ob die Kultur am Fensterbrett besonders zu empfehlen ist (erkennbar am grünen Daumen).

Mein Fazit: Das Buch ist wirklich eine Empfehlung wert! Wenn ich es nicht kostenlos bekommen hätte, stünde es auf jeden Fall auf meiner Wunschliste. Selbst wenn man schon einiges über’s Gärtnern weiß, oder statt auf dem Fensterbrett im richtigen Garten zugange ist, macht es einfach Lust auf die Gartenarbeit. Es ist sowohl zum Stöbern, als auch zum gezielten Nachschlagen verwendbar und das gefällt mir richtig gut. Für die Preisbewussten unter uns, zu denen ich ebenfalls gehöre, würde ich mir wünschen, dass es künftig vielleicht noch eine broschierte Version für einen etwas niedrigeren Preis gibt. Obgleich das Buch seinen Preis von 24,90 € absolut wert ist!

20170514_095019_800x600

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an den Löwenzahn Verlag für das Zusenden des Rezensionsexemplars!!

Zu kaufen gibt es das Buch unter anderem bei Amazon: Bio-Gärtnern am Fensterbrett: Wie auf kleinstem Raum das ganze Jahr Gemüse, Kräuter, Salate und Obst wachsen

0

Ein Platz für das Vogelhaus und eine neue Beleuchtung

Das Vogelhäuschen hat inzwischen einen Platz bekommen. Da ich es nicht direkt neben dem Esstisch haben wollte, und auch nicht sicher war, wie ich es an der Wand befestigten sollte (bohren wollte ich nicht), habe ich es in einer Ecke des Balkons auf die Brüstung gestellt. Dort habe ich es mit Kabelbindern fixiert.

20170426_201735_800x600

Damit sich die Vögel an den Enden der Kabelbinder nicht verletzten, habe ich diese noch mit einem Feuerzeug angeschmolzen, sodass alles angerundet und nicht mehr scharf ist.

20170426_201611_800x600

Neben dem farbenfrohen Vogelhaus gibt es jetzt noch einen weiteren Blickfang auf meinem Balkon: eine neue Solar-LED-Lampionkette. Die gab es kürzlich bei Aldi Nord für knapp 10 €. Auch wenn sie jetzt schon richtig ins Auge sticht, ist sie glaube ich vor allem auch dann schön, wenn die Pflänzchen draußen etwas größer sind und die bunten Lampions dann in all dem Grün leuchten.

3

Ein Vogelhaus für den Balkon

Vor einiger Zeit habe ich einen Bausatz für ein Vogelhaus geschenkt bekommen. Jetzt war es endlich so weit und ich habe mich an den Bau gemacht. Ich weiß zwar noch nicht genau, wo es seinen Platz auf meinem Balkon finden wird, aber ich glaube, es passt optisch einfach gut auf meinen Bauerngartenbalkon.

Bei dem Bausatz waren Nägel dabei, aber ich habe mich dazu entschieden, zuerst alles mit Holzleim zu kleben und anschließend zu verschrauben.

IMG_1100_800x600

Da ich nicht genau die Löcher genutzt habe, die für die Nägel vorgesehen waren, habe ich diese und auch den Übergang am Dach mit Acryl verschlossen und somit das Häuschen gegen unerwünschtes Eindringen von Wasser geschützt.

Anschließend habe ich alles mit Acrylfarbe gestrichen und nach dem Trocknen noch mit Klarlack wetterfest gemacht. Jetzt muss nur noch ein passendes Plätzchen gefunden werden.

2

Bokashi, der Kompost für Stadtbewohner

Da ich sehr viel Obst und Gemüse esse, fällt bei mir immer entsprechend viel Biomüll an. Bisher habe ich diesen einfach entsorgt, da ich keine Lust hatte, mir auf dem Balkon noch einen (stinkenden) Komposthaufen anzulegen. Meine Nachbarn sind mir sicher dankbar für diese Entscheidung 😉

Allerdings wollte ich das wertvolle Material auch nicht länger einfach so wegwerfen und habe durch Zufall von einer Kollegin von einem Bokashi-Eimer erfahren. Da ich absolut keine Ahnung hatte, was das sein soll, habe ich erst einmal Google bemüht und mich in die Materie eingelesen. „Bokashi“ kommt aus Japan und heißt so viel wie „fermentiertes (organisches) Allerlei“. Das Prinzip ist recht einfach: sämtliche Küchen- und/oder Gartenabfälle werden klein geschnitten (damit wird die Oberfläche vergrößert und die Mikroorganismen haben mehr Angriffsfläche) und in einen luftdichten Behälter gegeben. Darin vergärt das Ganze dann mit Hilfe von Mikroorganismen, welche man entweder in Form von einem extra Pulver oder einfach durch Sauerkrautsaft hinzugeben kann. Ich habe mich für den Sauerkrautsaft entschieden und damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Wichtigste dabei ist, dass nichts stinkt. Erstens ist ja alles luftdicht abgeschlossen und zweitens gärt alles statt zu faulen oder gar zu schimmeln. Nach einigen Wochen kann man das vergorene Material dann in die Erde einbringen und es bildet sich frischer Humus. Hier sollte man nur darauf achten, dass man nicht zu viel auf einmal direkt zu den Pflanzen gibt, oder das vergorene Material erst einmal mit purer Erde mischt und noch einmal für eine Weile stehen lässt, bis alles umgewandelt ist. Denn das Ganze ist ziemlich sauer und kann den Pflanzen bei einer Überdosis auch schaden. Bei der Fermentierung entsteht auch eine Flüssigkeit: der Bokashi-Saft. Diesen Saft kann man mit Wasser verdünnt als Flüssigdünger verwendet und so auch gleich den Zimmerpflanzen noch etwas Gutes tun.

Der Bokashi-Eimer ist so aufgebaut, dass es im oberen Teil eine Kammer gibt, in der das klein geschnittene Material gesammelt wird und welche am Boden kleine Löcher hat. Durch diese Löcher kann der Bokashi-Saft in eine weitere Kammer darunter abfließen. Dort ist meistens ein Hahn zum Ablassen angebracht.

Man kann diese Eimer im Handel fertig kaufen, oder man baut sie sich selbst. Ich habe mich für letzteres entschieden und mir zwei Farbmischeimer und einen passenden Deckel im Baumarkt besorgt. Kostenpunkt für alles zusammen waren ca. 10 €. In den Boden eines Eimers habe ich viele kleine Löcher gebohrt. Diesen Eimer habe ich dann in den zweiten Eimer gestellt, welcher als Auffangkammer für den den Bokashi-Saft dient. Der obere Eimer wird dann einfach mit dem Deckel verschlossen und alles ist dicht. Bisher habe ich noch keinen Hahn am unteren Eimer installiert, sondern den Saft so abgelassen, indem ich den oberen Eimer herausgenommen und den Saft einfach aus dem unteren Eimer ausgeschüttet habe. Ich plane aber einen Hahn einzubauen, da der Saft dann einfacher abgezapft werden kann.

Nach den ersten vier Wochen kann ich euch sagen, dass es wirklich überhaupt nicht stinkt. Nur wenn man den Deckel öffnet um neues Material einzufüllen und mit Sauerkrautsaft zu besprühen, riecht es nach Sauerkraut. Zuerst hatte sich überhaupt kein Saft gebildet, aber nach den vier Wochen konnte ich etwa 250 ml Saft entnehmen. Der Test als Flüssigdünger steht noch aus, und ich bin schon sehr gespannt, wie die Pflanzen reagieren werden.

20170422_155512_800x600