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Wasser marsch! Automatische Bewässerung für meinen Balkon

In der letzten Saison war ich oft unterwegs, was mir meine Pflänzchen gerade im Hochsommer doch teilweise sehr übel genommen haben. Da es bei den vergleichsweise kleinen Töpfen und meiner Terrasse mit Ausrichtung nach Süden bei sehr heißen Temperaturen nötig sein kann, zweimal täglich zu wässern und ich meine Freunde damit nicht immer belasten wollte, habe ich mir für dieses Jahr etwas neues überlegt. Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, mir eine automatische Bewässerungsanlage zuzulegen. Jetzt habe ich diesen Plan in die Tat umgesetzt und mich zunächst darüber informiert, was man dazu alles benötigt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber eines gemein haben sie alle: Wenn man zeitgesteuert und unabhängig davon, ob jemand zu Hause ist, bewässern möchte, braucht man einen Bewässerungscomputer. Dieser war also die erste Anschaffung, die ich getätigt habe. Fündig wurde ich im Lidl Onlineshop, dort war der Computer der Hausmarke gerade reduziert, für knapp 17 € plus Versandkosten.

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Man muss sich dann entscheiden, ob man ein System mit einzelnen Tropfern haben möchte, oder einen Perlschlauch nimmt. Der Perlschlauch ist ein poröser, und dadurch wasserdurchlässiger Schlauch. Für mich kam nur die Version mit den Tropfern infrage, da ich vermeiden wollte, dass der Schlauch nicht nur meine Balkonkästen, sondern auch noch die des Nachbarn mit nass macht 😉

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Ich habe mir ein Starterset von Gardena zusammengestellt, welches aus folgenden Bestandteilen besteht:

  • 10 Reihentropfer
  • Verteilerschlauch (4,6 mm)
  • Druckminderer

Außerdem brauchte ich einen neuen Wasserhahn, da der alte beim Öffnen immer leckte. Für die Nutzung zusammen mit einem Bewässerungscomputer war er also nicht mehr geeignet, denn dafür muss er permanent geöffnet sein und das wäre mit einer sehr großen Wasserverschwendung einher gegangen. Außerdem finde ich einen Kugelhahn grundsätzlich praktikabler und habe den alten somit gegen einen neuen getauscht. Den Kugelhahn gab es übrigens kürzlich bei Aldi Nord für 3,59 €, wenn ich mich richtig erinnere. Eine lohnenswerte Investition.

Damit ich bei Bedarf auch noch manuell mit der Brause arbeiten kann, brauchte ich noch ein Verteilerstück, welches direkt an den Wasserhahn geschraubt wird. Dadurch hat der Wasserhahn zwei Ausgänge, die unabhängig von einander an- bzw. ausgeschaltet werden können.

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Links ist der Bewässerungscomputer angeschlossen und rechts habe ich später meinen herkömmlichen Gartenschlauch angeschlossen.

An den Bewässerungscomputer habe ich aus Platzgründen zunächst ein kurzes Stück Schlauch befestigt. Dahinter kommt dann der Druckminderer und von diesem geht dann der dünne Schlauch für die einzelnen Tropfer ab.

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Den dünnen Bewässerungsschlauch habe ich dann nach oben zum Balkongeländer bzw. den Balkonkästen verlegt und jeweils in der Mitte der Töpfe auseinander geschnitten und einen Tropfer dazwischen geklemmt. Das System von Gardena ist hier wirklich super einfach und es geht alles ratzfatz. Einzige Voraussetzung ist, dass die Umgebungstemperatur nicht allzu niedrig ist. Sonst kann es Probleme geben, dass der Schlauch zu steif ist und sich dadurch nur schwer über die Tropfer schieben lässt.

Am Schlauchende habe ich ebenfalls einen Tropfer angebracht und auf diesen dann eine Endkappe gesteckt, um den Schlauch zu verschließen. Dieses Endstück war bei den Tropfern schon dabei.

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Und dann hieß es auch schon: Wasser marsch!

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Die Tropfer sind individuell einstellbar, d.h. bei jedem kann manuell reguliert werden, wie viel Wasser pro Stunde durchfließen soll. Hier muss ich aber noch ein wenig experimentieren, genauso wie mit den Bewässerungszeiten des Computers. Diesen kann man bis zu zweimal täglich einschalten lassen und auch hier die Bewässerungsdauer individuell programmieren.

Bisher habe ich nur die Balkonkästen im Geländer an das System angeschlossen. Ich möchte aber auch die anderen Töpfe einbinden und hierfür eine günstigere Alternative zum Gardena-System ausprobieren. Außerdem fehlen noch Befestigungen, damit die Tropfer auch ihre Tropfrichtung beibehalten und sich nicht verdrehen. Hier bin ich noch am experimentieren. Wann alles komplett fertig ist, weiß ich noch nicht genau, aber ich werde natürlich davon berichten.

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Durchblick für alte Solarzellen

Meine ersten Solar-Lichterketten sind inzwischen seit 2,5 Jahren bei Wind und Wetter auf dem Balkon und die Leuchtkraft lässt ab und an zu wünschen übrig. Ein Blick auf die Solarmodule zeigte mir, dass diese durch die Witterungseinflüsse inzwischen schon ziemlich blind geworden waren und dadurch natürlich weniger Licht für die Energieerzeugung bzw. das Laden der Akkus durchkommt. Da mir die Lichterketten an sich sehr gut gefallen und ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, habe ich im Netz recherchiert, wie man alte Solarzellen wieder zu mehr Durchblick verhelfen kann.

Ich wurde recht schnell fündig, und zwar mit einem Tipp, dessen Funktionalität ich zunächst skeptisch gegenüber stand. Die Idee war, das Solarmodul mit durchsichtigem Nagellack zu bestreichen. Dadurch sollte es angeblich wieder klar werden. Da ich nichts zu verlieren hatte und der Nagellack sowieso schon seit langer Zeit ungenutzt im Schrank stand, bin ich direkt zur Tat geschritten:

Hier seht ihr zunächst, wie blind die Module inzwischen waren.

…. ein bisschen Nagellack auf das Modul gepinselt und man sieht schon einen ziemlichen Unterschied zwischen dem Teil, der noch unbehandelt war und jenem, der bereits lackiert wurde.

Und hier ist das Endergebnis:

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Ich hätte nicht geglaubt, dass das so gut funktioniert! Die Module sehen wieder aus wie neu und lassen jetzt wieder genug Licht durch, um die Lichterketten zum Strahlen zu bringen. So einfach und so gut!!

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Ein Platz für das Vogelhaus und eine neue Beleuchtung

Das Vogelhäuschen hat inzwischen einen Platz bekommen. Da ich es nicht direkt neben dem Esstisch haben wollte, und auch nicht sicher war, wie ich es an der Wand befestigten sollte (bohren wollte ich nicht), habe ich es in einer Ecke des Balkons auf die Brüstung gestellt. Dort habe ich es mit Kabelbindern fixiert.

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Damit sich die Vögel an den Enden der Kabelbinder nicht verletzten, habe ich diese noch mit einem Feuerzeug angeschmolzen, sodass alles angerundet und nicht mehr scharf ist.

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Neben dem farbenfrohen Vogelhaus gibt es jetzt noch einen weiteren Blickfang auf meinem Balkon: eine neue Solar-LED-Lampionkette. Die gab es kürzlich bei Aldi Nord für knapp 10 €. Auch wenn sie jetzt schon richtig ins Auge sticht, ist sie glaube ich vor allem auch dann schön, wenn die Pflänzchen draußen etwas größer sind und die bunten Lampions dann in all dem Grün leuchten.

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2017 – Das Gartenjahr beginnt

Nach dem Rückblick auf das letzte Jahr gibt es jetzt endlich Neues aus dem aktuellen Jahr. Ich habe auch dieses Jahr wieder vieles selbst ausgesät und in mein Anzuchthaus Marke Eigenbau gestellt. Da ich bisher beste Erfahrungen mit der Anzucht in Kunststoffbechern gemacht habe, habe ich diese auch in diesem Jahr wieder verwendet. Die Becher wurden mit Nummern versehen, damit ich auch im Nachhinein noch wusste, was ich in welchen Becher gesät hatte.

Beim Anzuchtsubstrat habe ich in diesem Jahr einen neuen Weg eingeschlagen und mir das Kokossubstrat Odla von Ikea gekauft. Es lässt sich sehr leicht transportieren, da es getrocknet ist und erst zu Hause unter der Zugabe von Wasser sein eigentliches Volumen und Gewicht erhält. Meine ersten Erfahrungen damit zeigen, dass sich die Pflänzchen darin sehr gut entwickeln. Allerdings haben sich auch darin wieder viele kleine Fliegen entwickelt. Das ist vermutlich auch dem feuchtwarmen Klima im Anzuchhaus geschuldet. Ich hatte jedoch gehofft, dass es mit dem nährstoffarmen Kokossubstrat besser ist als mit herkömmlicher Erde.

Als Gewächshaus dient mir wieder eine Samla Box mit Deckel von Ikea. Hier ist das Preis-Leistungsverhältnis einfach unschlagbar und ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit dieser Art von Anzuchthaus gemacht.

Ausgesät habe ich dieses Jahr relativ spät, nämlich erst im März. Bis jetzt sieht trotzdem alles gut aus. Hierzu aber in einem späteren Beitrag mehr.

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Rückblick Teil 3

Aller guten Dinge sind drei und so gibt es heute den letzten Teil des Rückblicks in das Balkongartenjahr 2016. Diesmal werde ich auch gar nicht erst viele Worte verlieren, sondern euch einfach ganz viele Fotos aus dem vergangenen Jahr zeigen.

Wie ihr seht, war alles ziemlich zugewuchert – vor allem die Tomaten hatten sich richtig breit gemacht. Das lag vor allem daran, dass ich sie aus Zeitmangel nicht ausgegeizt habe. Das tat der Ernte allerdings keinen Abbruch, und ich konnte tellerweise Tomaten ernten.

Genauso ertragreich waren auch die Chilis. Hier zehre ich jetzt noch von den getrockneten. Hier habe ich auch noch einen Tipp für euch: Achtet darauf, dass ihr die Chilis so schnell wie möglich trocknet, wenn ihr sie später noch verwenden möchtet. Ich habe meine bei Zimmertemperatur getrocknet, was leider nicht ausreichend war. Einige haben innen Schimmel angesetzt und waren somit später nicht mehr verwendbar. Am besten wäre eine Trocknung im Backofen, bei ca. 50 Grad und offener Ofentüre, damit die Feuchtigkeit direkt entweichen kann. Das ist mir aber zu energieintensiv. Ich werde es deshalb dieses Jahr entweder in der Sonne oder auf der Heizung versuchen. Eine Alternative ist es, die Schoten kleinzuschneiden oder zumindest anzuschneiden, damit sie auch von innen besser trocknen. Mal sehen, was am besten klappt und am praktikabelsten ist.

Ansonsten habe ich letztes Jahr zum ersten Mal Sorghum Hirse ausgesät. Die sind super gekommen und gaben dem Bauerngartenbalkon den letzten Schliff. Als ich sie gesät habe, wusste ich noch nicht, was es mal werden würde, denn ich hatte das Saatgut als „Überraschungs-Saatgut“ geschenkt bekommen – übrigens eine tolle Geschenkidee, wenn ihr einem Gartenfreund mal eine Freude machen wollt. Ich fand es spitze!

Neben den schon erwähnten Erdbeeren, haben sich auch andere Pflanzen selbst vermehrt. So zum Beispiel auch die Sonnenblumen. Die hatte ich 2015 mal gesät und dann schon gar nicht mehr daran gedacht. Ich bin gespannt, ob sie dieses Jahr wieder aufgehen. Umso länger man einen solchen Balkon hat, und wie ich die Erde nicht jedes Jahr erneuert, desto mehr Überraschungen erlebt man mit jedem neuen Gartenjahr. Mir gefällt das und auch, dass dadurch nicht alles so ordentlich und wie mit einem Lineal gepflanzt aussieht.

Übrigens habe ich letztes Jahr mehr gedüngt als in den Jahren zuvor. Dadurch dass ich immer sehr günstige und recht nährstoffarme Erde nutze, hat das den Pflanzen sichtlich gut getan. Ich habe hierfür günstigen Standard-Flüssigdünger von Rossmann verwendet und etwa einmal pro Woche jedem Kasten eine Portion davon spendiert.

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Rückblick Teil 2

Hier kommt auch schon der zweite Teil meines Naschbalkon-Rückblicks aus dem Jahr 2016. Ich möchte euch gerne zeigen, welche Pflanze mir auf dem Balkon letztes Jahr besonders gut gefallen hat: die Schwarzäugige Susanne.

Ich habe mehrere Schwarzäugige Susannen ausgesät und die Jungpflanzen an verschiedenen Stellen auf dem Balkon eingepflanzt. Die Schwarzäugige Susanne ist eine Kletterpflanze mit leuchtenden Blüten, welche in der Mitte einen großen, schwarzen Fleck haben – in meinem Fall waren die Blüten orangefarben. Wie ihr schon im ersten Teil des Rückblicks sehen konntet, habe ich damit unter anderem eine Ecke des Balkons begrünt, in welcher auch eine Gartenfackel angebracht war. Die Pflanze schlängelte sich wundervoll an der Fackel entlang. Damit auch an anderen Stellen die Möglichkeit zum Klettern bestand, habe ich den Pflänzchen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Schnüre und kleinere Äste, welche ich in die Erde der jeweiligen Töpfe gesteckt hatte.

Im Pflanzenhandel sind die Schwarzäugigen Susannen meist recht teuer, deshalb kann ich euch die eigene Anzucht nur ans Herz legen. Es ist super einfach und die Pflanzen wachsen z.B. auf der Fensterbank sehr gut an. Die Samen bekommt ihr in jedem gut sortierten Pflanzen- oder Baumarkt, oder natürlich im Internet.

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Rückblick Teil 1

In den vergangenen zwei Jahren war es wieder sehr ruhig hier auf dem Blog. Es gab einige Veränderungen, sodass das Bloggen hinten anstehen musste. Nichtsdestotrotz habe ich fleißig weiter gegärtnert. 2015 konnte ich auf meiner Terrasse schon richtig viel ernten. Von Erdbeeren, Heidelbeeren, Tomaten, Kohlrabi, Paprika, Chili bis zu vielen verschiedenen Kräutern war alles dabei. Im letzten Jahr baute ich etwas fokussierter an. Ich konzentrierte mich auf Erdbeeren, welche sich inzwischen schon von selbst vermehrt hatten, Chilis – sie lieben den Südbalkon, und vor allem Tomaten und Kräuter. Daneben gab es einige Zierpflanzen. Dieses Vorgehen hatte vor allem praktische Gründe, denn ich war viel unterwegs und hatte nicht die Zeit, die es zur Pflege eines richtigen Gemüsebalkons gebraucht hätte.

Es entstand ein kleiner Bauerngarten-Balkon, welchen ich auch in diesem Jahr wieder so weiterführen möchte. Ich gebe euch direkt mal ein paar Einblicke, damit ihr wisst, was ich meine:

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Hier seht ihr auch direkt eine Neuerung: die hellen Balkonmöbel sind ausgezogen und wurden durch neue ersetzt, welche besser zu den dunklen Loungemöbeln passen. Hier habe ich wieder auf ebayKleinanzeigen gesetzt und ein Schnäppchen gemacht. Der Tisch und die beiden Stühle haben zusammen 20 € gekostet. Ich habe das Set im Winter gekauft und es sah ziemlich ungepflegt und verwittert aus. Dank einer Dose Varda Holzlasur von Ikea habe ich die Möbel wieder aufgehübscht und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.